Willkommen auf der Brücke!

Welche Brücke? Sollte es hier nicht um Unternehmenssteuerung gehen? Natürlich, aber Unternehmenssteuerung funktioniert ähnlich wie die Navigation eines Schiffes. Fortlaufend werden Entscheidungen getroffen, in dem Versuch, das vorgegebene Ziel zu erreichen. Bei Schiffen ist das der nächste Einlaufhafen, bei Unternehmen das jeweilige Unternehmensziel – meistens Gewinnmaximierung. Sowohl der Kapitän als auch der Unternehmenslenker sind dabei auf Informationen angewiesen, um gute richtungsweisende Entscheidungen treffen zu können.

Die notwendigen Informationen für Wirtschaftskapitäne können von außen kommen oder aus dem Unternehmen selbst. Mein Spezialgebiet sind unternehmenseigene Informationen. Dazu gehört sowohl das Erzeugen dieser Informationen, z.B. aus dem internen Rechnungswesen, als auch das Ableiten von Handlungsempfehlungen. Dabei liegen mir die finanziellen Bereiche wie das Treasury mit Liquiditätsmanagement, Finanzierungen und Investitionsentscheidungen besonders nahe.

Ich bin aber auch der Meinung: Solange wir mit Menschen in den Unternehmen zu tun haben, darf bei aller Fixierung auf Zahlen der menschliche Aspekt nicht außer acht gelassen werden! Auch wenn manche Entscheidungen auf Grundlage der Zahlen sinnvoll sein mögen, müssen die Auswirkungen auf die Mitarbeiter bedacht werden. In meinen Trainings und Vorlesungen lege ich auch Wert auf diesen menschlichen Aspekt der Unternehmenssteuerung.

Ich sehe meine Aufgabe als Dozent weiter gefasst als ein Lotse auf einem Schiff. Anstatt Unternehmenslenkern zu sagen, wie sie steuern sollen, zeige ich ihnen, wie sie Entscheidungen selber treffen können. Dazu gehört das Aufbereiten von verlässlichen Informationen und das Bewusstsein, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen haben – sowohl auf ihr Unternehmen als auch auf die Mitarbeiter.

Dummheit ist nicht: wenig Wissen. Auch nicht: wenig wissen wollen.

Dummheit ist: glauben, genug zu wissen!

Anita Joachim-Daniel