Das Beste aus Controlling und IT

„Das Beste aus Controlling und IT“ – das soll nicht bedeuten, dass ich der Beste sowohl im Controlling als auch in der IT bin. Nein, vielmehr geht es darum, die besten Ideen und Werkzeuge aus dem Controlling mit den besten Methoden und Möglichkeiten der IT zu verschmelzen und daraus etwas Neues, Modernes zu erschaffen.

Das Controlling hat inzwischen einen beachtlichen Weg hinter sich gebracht, hervorgegangen aus der Finanzbuchhaltung hat es sich zu einer eigenen betriebswirtschaftlichen Disziplin entwickelt. Doch mit dem Anwachsen der Datenmengen, den immer komplexer werdenden Analysen und gestiegenen Anforderungen an Qualität und Geschwindigkeit verschiebt sich der Fokus immer weiter weg von „Kosten überwachen“ und „ILV verrechnen“ hin zu datengetriebenen Tätigkeiten. Kombiniert mit statistischen Methoden und IT-Fertigkeiten wird daraus die Disziplin der Data Science, von vielen schon als der „sexiest job in the 21st century“ ausgerufen.

Data Science ist nicht nur eine weitere Spielart des Controllings, sondern die konsequente und moderne Weiterentwicklung. Die Automatisierung und Digitalisierung (ja, das sind zwei unterschiedliche Sachen!) werden dafür sorgen, dass eben „Kostenstellen abstauben“ und „Managementberichte malen“ nicht mehr von Controllern ausgeübt wird. Schon heute werden die meisten Wetter-, Börsen- und Sportberichte von Computern geschrieben. Diese Textroboter generieren aus den reinen Zahlen journalistische Texte, deren Qualität inzwischen so gut ist, dass sie nicht mehr von menschlichen zu unterscheiden sind. Lässt man diese Textroboter auf Kostenstellen los und setzt Siri/Alexa/Google Assistant als User-Interface obendrauf – dann wird es schnell dünn mit dem Mehrwert vieler Controllingabläufe.

Gruselige Vorstellung? Sie fühlen sich ertappt? Umso besser! Diese Weiterentwicklung wird kommen, ob Sie wollen oder nicht. Die Frage ist nur, wird Sie die Welle überrollen oder sind Sie darauf vorbereitet? Genau dabei kann ich Ihnen helfen. Sei es mit Training, Weiterbildung oder konkret der Umsetzung moderner Techniken im Unternehmen – kombinieren auch Sie das Beste aus Controlling und IT!

Projekte

Ein paar meiner Projekte stelle ich hier vor, um einen kleinen Einblick in die vielfältige Welt von Controlling, IT und Data Science zu geben. Dabei reicht die Spanne von programmiertechnischen Fingerübungen über machine-learning Algorithmen hin zu umfangreichen Datenanalysen.

Noch eine zusätzliche Information: nicht alles, was ich im Internet veröffentliche, stelle ich unter meinem richtigen Namen online. Ich habe irgendwann begonnen, auf diversen Plattformen das Pseudonym „Dean Corso“ zu verwenden. Zum Beispiel lautet mein Github-Account auf diesen Namen, daher taucht der Name auch in einigen Links auf.

Titanic

Auf der Plattform www.kaggle.com werden diverse Competitions angeboten, in denen Data Scientisten mit ihren Lösungen gegeneinander antreten können. Neben zum Teil recht hohen Preisgeldern kann es auch um „Ruhm und Ehre“ gehen oder die reine Lernerfahrung.

Die Titanic-Competition ist dabei so etwas wie das „Hello World“ der Data Science Community. Bei Untersuchungen des Untergangs der Titanic wurde festgestellt, dass manche Passagiere bessere Überlebenschancen hatten als andere. Mit Hilfe eines von kaggle zur Verfügung gestellten Datensatz soll ein machine-learning-Algorithmus entwickelt werden, der für individuelle Passagiere vorhersagt, ob sie überleben oder nicht.

Der Datensatz enthält Informationen über Buchungsklasse, Einstiegsort, Alter, etc. von 891 Passagieren. Wie in der realen Data Science Welt sind die Informationen nicht vollständig und konsistent, es wird also eine Strategie benötigt, mit fehlenden und fehlerhaften Daten umzugehen. Zusätzlich werden aus den vorhandenen Informationen weitere Variablen kreiert (Feature Engineering), die zur Vorhersage genutzt werden.

Nach dem Training des Modells mit diesen Informationen wird es auf Passagierdaten angewendet, für die keine Informationen über das Überleben vorliegen. Die Vorhersagegenauigkeit (Accuracy) für diesen Datensatz ergibt den Score in der Competition. Mein Modell hatte auf Trainingsdaten eine Accuracy von 85,31% erreicht, in der Competition leider nur 78,47%. Das hat jedoch immer noch für Platz 3.621 gereicht von ca. 20.000 Teilnehmern.

Kaggle-Rank 3.621
Platzierung 3.621 für meine Lösung

Wobei man die Platzierung mit einer gewissen Skepsis sehen muss. Auf den vordersten Plätzen erreichen die Teilnehmer eine Genauigkeit von 100% mit der ersten Einreichung – aber da die komplette Passagierliste öffentlich zugänglich ist, ist es ein Leichtes, ein Modell so zu trainieren, dass es für alle Passagiere das reale Ergebnis auswirft. Theoretisch könnte ein „Algorithmus“ auch einfach die Passagierliste mit den Eingabedaten abgleichen und den Status ausgeben, komplett ohne machine-learning-Techniken. Schade, da es dem Geist eines Wettbewerbs entgegenläuft.

Meine Lösung und den Weg dahin habe ich mit einer detaillierten Beschreibung auf Github veröffentlich.

AirBnB

Neben diversen Competitions bietet www.kaggle.com auch komplette Datensätze an, die frei zum Download zur Verfügung stehen und zum Rumspielen einladen. Eines der Datensets enthält Daten von über AirBnB vermittelte Apartments in Berlin. Ich habe diesen Datensatz mit R untersucht, die Ergebnisse in einem R-Markdown Dokument festgehalten und auch auf Github hochgeladen.

Die Daten werden dabei zuerst eingelesen, bereinigt und dann erfolgt eine explorative Datenanalyse (EDA). Hier werden einige Fragen zum Datensatz beantwortet, aber auch neue Fragen aufgeworfen, die wieder mit einer EDA beantworten werden müssten. Nach der explorativen Analyse folgt das Training eines einfachen machine-learning-Modells, um Preise für AirBnB-Appartments vorhersagen zu können.

Zinsrechner

Der Zinsrechner ist eine kleine programmiertechnische Fingerübung, aber durchaus nützlich für Trainings, um online finanzmathematischen Faktoren zu berechnen. Die Faktoren werden in R berechnet, für die Ein- und Ausgabe habe ich eine Oberfläche mit Shiny Apps entwickelt und auf shinyapps.io veröffentlicht.

Publikationen

Manchmal lässt mich eine Idee nicht mehr los und taucht immer wieder in meinem Kopf auf, bis ich sie endlich aufgeschrieben habe. Und ein paar davon schaffen es auch weiter als bis in den Entwürfe-Ordner.

Non-Profit-Organisationen wertorientiert steuern

Funktionieren die traditionellen Instrumente der Unternehmensbewertung bei Non-Profit-Organisationen? Ja, obwohl sie per Definition nicht profitorientiert sind, können und sollen auch NPO wertorientiert gesteuert werden.

Veröffentlicht in Controlling & Management Review, Nummer 63, 2019, Seiten 48-53.

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Die treiberbasierte Planung als Zwischenschritt zur Bandbreitenplanung

Die treiberbasierte Planung ist die Weiterentwicklung des klassischen Planungsansatzes „Vorjahr plus x Prozent“. Hat man das Planungssystem eines Unternehmens erst auf eine Treiberlogik umgestellt, ist es nur noch ein kleiner Schritt hin zu einer szenariobasierten Bandbreitenplanung.

Veröffentlicht im Controller Magazin, Ausgabe 4, 2019, Seiten 27-30.

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Monte-Carlo-Planung in Excel

Bei der Planung mit Monte-Carlo-Simulationen wird versucht, subjektive Einflüsse auf die Plandaten zu verhindern. Dabei werden viele verschiedene zufällige Szenarien zu einer Wahrscheinlichkeitsverteilung verdichtet, woraus die Eintrittswahrscheinlichkeit gewisser Planergebnisse ermittelt wird. Natürlich gibt es dafür komplexe und teure Spezialsoftware, mit ein wenig Aufwand kann das aber auch mit Excel-Bordmitteln bewerkstelligt werden.

Veröffentlicht im Controller Magazin, Ausgabe 5, 2017, Seiten 34-38.

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Planung mit Forward-Zinsen

Müssen Finanzergebnisse geplant werden, stellt sich oft das Wiederanlageproblem in der Zukunft – mit welchem Zinssatz wird prolongiert? Mit ein wenig Finanzmathematik können diese zukünftigen Zinssätze aus frei verfügbaren Daten errechnet werden. Und da Finanzmathematik nicht jeder sofort aus dem Handgelenk schüttelt, habe ich hier einen Rechner für diverse finanzmathematische Faktoren erstellt.

Veröffentlicht im Controller Magazin, Ausgabe 4, 2017, Seiten 38-41.

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Lehrbuch einmal anders: Fallstudie als Genre

Das Lehren mit Fallstudien hat gerade in der Betriebswirtschaftslehre viele Anhänger und ist eine gute Methode, Sachverhalte anhand von Beispielen zu verdeutlichen. Wenn dabei nicht auf reale Ereignissen aufgebaut werden kann , ist viel Kreativität gefragt – die Erstellung einer Fallstudie wird dann schnell zu einer literarischen Gattung.

Veröffentlicht in Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, Nr. 112, Juni/Juli 2015, Seiten 44-46.

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Die eigene Homepage bauen – mit WordPress

Dass man als (freiberuflicher) Autor eine eigene Homepage braucht, ist keine neue Erkenntnis. Jedoch schrecken viele vor dem vermeintlichen Aufwand der Erstellung zurück. In diesem Beitrag zeige ich, wie mit WordPress eine eigene Homepage im Handumdrehen erstellt wird.

Veröffentlicht in Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, Nr. 108, Oktober/November 2014, Seiten 23-25.

Effektive Vertriebssteuerung mit Deckungsbeiträgen

Den Vertrieb anhand der Deckungsbeiträge der Produkte zu steuern anstatt nach dem Umsatz ist keine große Neuerung. Aber häufig stellt sich das Problem, wie incentiviert man den Vertrieb anhand Deckungsbeiträgen, ohne diese offenzulegen? In diesem Beitrag zeige ich eine Methode auf, wie der Vertrieb effizient nach Deckungsbeiträgen gesteuert werden kann, ohne die Vertraulichkeit zu verlieren.

Veröffentlicht im Controller Magazin, Ausgabe 3, 2014, Seiten 31-33.

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Was sagt das Working Capital aus?

Das Working Capital ist eine Standardkennzahl der Analyse und viele Manager schauen darauf – aber was genau misst diese Kennzahl? Und wie müssen ihre Veränderungen interpretiert werden? Diese und weitere Fragen zum Working Capital beantworte ich diesem Artikel.

Veröffentlicht im Controller Magazin, Ausgabe 2, 2013, Seiten 88-91.

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Worin sich Manager und Führungskräfte unterscheiden

Manager sind Führungskräfte sind Manager? Nein! Beides sind unterschiedliche Rollen mit jeweils unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Und nur wenn diese bekannt sind, können die richtigen Mitarbeiter an den richtigen Stellen im Unternehmen eingesetzt werden.

Veröffentlicht auf www.business-wissen.de

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Langeweile und Routine: Wie der Arbeitsplatz die Motivation beeinflusst

Arbeitsplatzwechsel, Aufgabenerweiterung sowie Aufgabenbereicherung sind Gestaltungsmöglichkeiten, um den Arbeitsplatz für die Mitarbeiter attraktiver zu machen, damit die Motivation steigt.

Veröffentlicht auch www.business-wissen.de

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Was ist eine BibTeX-Datei?

Bei manchen Artikeln habe ich eine BibTeX-Datei verlinkt, aber was ist das eigentlich? BibTeX ist ein System zur Erstellung von Literaturangaben in Verbindung mit dem Textsatzsystem LaTeX. Mit Hilfe der BibTeX-Datei können die bibliographischen Angaben ganz einfach in jedes Literaturverwaltungssystem importiert werden, das dieses Format unterstützt. Oder Sie kopieren die Angaben einfach in Ihre bestehende BibTeX-Datei…

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